von Manuel KitzlerZuletzt vor 23 Stunden geändert.
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Am Donnerstagabend, den 1. Oktober 2026, übten die Feuerwachen Krems-Süd und Hauptwache gemeinsam für den Ernstfall. Gegen 19 Uhr versammelten sich die Mitglieder in beiden Feuerwachen und wurden anschließend von der Übungsleitung abgerufen. Übungsannahme war ein Elektrostapler, der bei der Firma Pipelife im Kremser Stadtteil Lerchenfeld im Großregallager stand und zu brennen begonnen hatte.
Zunächst wurden die Einsatzkräfte zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert. Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr wies ein Mitarbeiter der Firma die Einsatzkräfte ein, erklärte die Sachlage und teilte mit, dass noch drei seiner Kollegen in diesem Bereich vermisst würden. Unverzüglich rüstete sich der Atemschutztrupp aus, um in die verrauchte Lagerhalle vorzugehen.
Weitere Fahrzeuge trafen vor Ort ein. Gleichzeitig wurde von der anderen Gebäudeseite ein Zugang gefunden, wodurch der Atemschutztrupp der Feuerwache Krems-Süd zur Menschenrettung vorging. Während die Menschenrettungen liefen, wurde im Außenbereich eine Wasserversorgung mittels einer Tragkraftspritze aus dem firmeneigenen Brunnen aufgebaut. Auch der diensthabende OVD der Feuerwehr Krems traf zu diesem Zeitpunkt ein. Dieser übernahm die Einsatzleitung und unterstützte die beiden Bereichsleiter Innen.
Bereits nach wenigen Minuten konnte ene der gesuchten Personen gefunden und mittels eines Tragetuchs ins Freie gebracht werden. Auch der Trupp von Tank 7 Krems fand rasch einen Vermissten und brachte ihn ebenfalls aus der Halle. Anschließend suchten zwei Trupps im Gebäudeinneren nach der dritten Person, die bewusstlos in einem stark verrauchten Gang gefunden wurde. In Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte konnte auch diese Person rasch ins Freie gebracht werden.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes fiel dem Einweiser auf, dass ein weiteres Fahrzeug auf dem Gelände parkte. Er vermutete, dass sich noch ein Mitarbeiter im Büro befinden könnte. Unverzüglich entsandte der Einsatzleiter einen Trupp zur Erkundung. Dieser traf eine Person im Büro an und brachte sie aus dem Gebäude.
Nach der erfolgreichen Rettung der drei Vermissten änderte sich die Lage rasch. Eine Durchzündung wurde simuliert, sodass eine Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes ausgeschlossen werden musste. Umgehend zogen sich alle Atemschutztrupps zurück und starteten einen umfassenden Außenangriff.
Mit dem Aufbau des Außenangriffs endete die Übung erfolgreich. Nach einer Übungsnachbesprechung der Führungskräfte konnten die verwendeten Gerätschaften abgebaut werden. Abschließend durften sich alle Teilnehmer dieser Übung die Lagerhalle anschauen. Dabei konnten etwaige Fragen zum Objekt oder zum Übungsszenario beantwortet werden.
Ebenfalls war bei der Übung die Drohne der Feuerwehr Krems im Einsatz. Diese unterstützte den Einsatzleiter mit aktuellen Informationen rund um das Brandobjekt und zur Temperaturentwicklung. Auch die Atemschutzlogistik der Feuerwehr konnte im Zuge der Übung trainieren.
Die Hauptwache und insbesondere der 1. Zug der Hauptwache, welcher für die Ausarbeitung der Übung verantwortlich war, möchten sich im Zuge dieses Berichtes nochmals bei den Verantwortlichen der Firma Pipelife für die Unterstützung bedanken.
42 Einsatzkräfte der Feuerwehr
1 Drehleiter
1 Drohne
2 Hilfeleistungsfahrzeuge
1 Kleinlöschfahrzeug
1 Kleinrüstfahrzeug
1 Kommandofahrzeug
1 Tanklöschfahrzeug
1 Versorgungsfahrzeug
FW Gneixendorf
FW Hauptwache
FW Krems-Süd