von Manuel KitzlerZuletzt vor 2 Tagen geändert.
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Gleich mehrere Einsatzübungen veranstaltete die Hauptwache am vergangenen Donnerstag, dem 19. März 2026. Drei Übungsszenarien sorgten für einen abwechslungsreichen Abend für die Kameraden.
Knapp 25 Mitglieder nahmen an dem Abend teil. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Das Ziel des Abends war es, gemeinsam im Team Lösungen zu erarbeiten und die Zusammenarbeit zu stärken.
Bei der ersten Station mussten sie eine Menschenrettung im Schlauchturm durchführen. Übungsannahme war, dass sich bei Renovierungsarbeiten im Turm eine Leiter löste, woraufhin versucht wurde, mittels eines Seils abzusteigen. Dabei wurde jedoch einer der beiden Arbeiter panisch und bewusstlos. Mithilfe einer Steckleiter retteten die Einsatzkräfte die bewusstlose Person, woraufhin auch der zweite Arbeiter gerettet werden konnte.
Beim zweiten Szenario fuhr ein LKW eine Person nieder, die unter dem Hinterreifen eingeklemmt wurde. Hier gingen die zwei Gruppen mit jeweils unterschiedlichen Vorgehensweisen vor. Während die eine Gruppe in ihrem Durchgang den LKW mittels Wagenheber und Unterbauholz anhob und anschließend die Person rettete, versuchte die andere Gruppe, den LKW mithilfe von Hebekissen anzuheben. Beide Vorgehensweisen waren erfolgreich, sodass jedes Mal der Verletzte gerettet werden konnte.
In der dritten Station wurde ein Vorfall geübt, der im Ernstfall sitzen muss: ein Atemschutznotfall eines Kameraden. Die Übungsannahme war, dass bei einer Kontrolle das Dach eines einstöckigen Gebäudes einbrach und der Atemschutzgeräteträger in einem Zimmer liegen blieb.
Ein rasches Eingreifen war hier erforderlich. Da ein Absuchen des Gebäudeinneren zu viel Zeit gekostet hätte, nahmen die Mitglieder unter Atemschutz den direkten Weg in das Zimmer – über das Fenster. Im Inneren wurde ersichtlich, dass der Kamerad unbestimmte Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule hatte. Da der Atemschutzgeräteträger keine Luft mehr hatte, musste die Maske entfernt und eine Fluchthaube aufgesetzt werden. Dies musste in einem Zug geschehen, um zu verhindern, dass der Verletzte Kohlenmonoxid einatmet. Anschließend konnte der Verunfallte mittels Korbschleiftrage aus dem Zimmer gerettet werden.
Dieses Szenario war wohl eines der anspruchsvollsten, was dieser Abend bot. Dennoch müssen solche Situationen genauso geübt werden wie viele andere im Feuerwehrwesen, um im Ernstfall bei jedem eingetretenen Notfall unverzüglich eingreifen zu können.
15 Einsatzkräfte der Feuerwehr
1 Hilfeleistungsfahrzeug
FW Hauptwache