von Thomas Wechtl (Text) & Manfred Wimmer (Bilder)Zuletzt vor 15 Stunden geändert.
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Gegen 7:30 Uhr des 20. Februars, ereignete sich ein LKW - Unfall der gleich 3 Feuerwehren beschäftigte. Die örtlich zuständige Feuerwehr Gossam wurde gemeinsam mit der Feuerwehr Emmersdorf zu einem Unfall mit zwei LKW alarmiert. Rasch wurde klar, dass man mit eigenen Mitteln nicht zum gewünschten Erfolg kommt.
Deshalb wurde die Hauptwache der Feuerwehr Krems nachalarmiert, da hier ein 50to Kranfahrzeug stationiert ist. Nach besetzen Fahrzeuge der machten sich Kran Krems und das Kranbegleitfahrzeug Last 5 auf dem Weg in die Wachau, wo die Einsatzkräfte der Feuerwehr Emmersdorf bereits den Anhänger des anderen beteiligten LKW aus dem Graben zogen und dieser seine Fahrt kurz darauf fortsetzten konnte. Die Kranmannschaft machte sich währenddessen ein umfangreiches Lagebild über die Situation des Sattelzuges, der mit 24to Ladung ein ziemliches Schwergewicht darstellte.
Nach der Beratung stand schnell fest, dass ein Ausladen der Ware nicht möglich war, und man den Sattelzug in der vorgefundenen Situation nicht trennen konnte.
Der Schneefall in der vorangegangenen Nacht machte die Straße matschig und weichte den Untergrund und das Bankett dermaßen, dass ein Befahren mit schwerem Gerät ebenfalls nicht möglich war. Deshalb forderte der Einsatzleiter umgehend ein Räumfahrzeug der Straßenmeisterei an, um zumindest die Straße vom Schnee zu befreien und Streusalz auf die Fahrbahn zu bringen, damit die Bergefahrzeuge den nötigen Grip zur Bergung aufbauen konnten.
Im weiteren Verlauf brachten die Einsatzkräfte aus Krems bereits Rundschlingen und weitere Anschlagmittel am verunfallten LKW an, um die Bergung rasch voranzutreiben. Nach ersten Zugmaßnahmen stellte sich heraus, dass Kran Krems trotz seines Eigengewichtes zu wenig Bodenhaftung hatte und wegrutschte. Kurzerhand entschied sich der Kranführer, das Räumfahrzeug des Straßenerhalters vorzuspannen und so den Bergeversuch zu starten – mit Erfolg.
Das Hilfeleistungsfahrzeug der Feuerwehr Emmersdorf sicherte indes die schwer demolierte Zugmaschine gegen Verrutschen. Die Einsatzkräfte mussten sowohl den Kran als auch das Hilfeleistungsfahrzeug mehrmals umpositionieren, um das Gespann sicher aus dem Graben zu ziehen. Ebenso wurde zwischendurch aufgestautes Erdreich entfernt, da zusätzlich gegen die Bergung gearbeitet wurde. Nach ca. dreieinhalb Stunden stand der Sattelzug wieder auf der Straße. Der Besitzer hatte bereits ein Ersatzfahrzeug für den Hänger bereitgestellt, sodass die beschädigte Zugmaschine vom Hänger getrennt und die Ersatzmaschine eingespannt werden konnte. Kran Krems nahm die fahruntüchtige Zugmaschine mit der Bergeeinrichtung auf und schleppte diese auf einen nahegelegenen Parkplatz, wo sie dem Zulassungsinhaber übergeben wurde.
Nach über fünf Stunden im Einsatz konnten alle eingesetzten Kräfte von der Einsatzstelle abrücken und die Heimreise antreten.
Doch das war nicht der einzige Einsatz, den die Kräfte der Feuerwehr zu bewältigen hatten.
5 Einsatzkräfte der Feuerwehr
1 Kranfahrzeug
1 Wechselladefahrzeug
FW Hauptwache