Boiler als unerwarteter Lebensretter

von Manuel KitzlerZuletzt am Samstag, 3. Jänner 2026 geändert.
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Am Samstagvormittag, dem 3. Jänner, alarmierte der Diensthabende der Bereichsalarmzentrale Krems die Hauptwache zu einem Wassergebrechen im Ortsteil Lerchenfeld. Nachbarn hatten einen Wasseraustritt aus einer Wohnung bemerkt, jedoch öffneten die Wohnungsbesitzer die Türe nicht.

Zusätzlich zur Hauptwache rückte auch die Polizei zum Einsatzort aus. Während der Anfahrt erreichte ein weiterer Notruf die Alarmzentrale. Dieses Mal meldeten sich die Wohnungsbesitzer selbst und berichteten von einem Wasserschaden in ihrer Wohnung. Der Diensthabende teilte mit, dass bereits Einsatzkräfte auf dem Weg seien und in Kürze eintreffen würden.

Beim Eintreffen der Feuerwehr erkundete der Einsatzleiter die Lage. Ursache für den Wasseraustritt war ein Boiler im Badezimmer der Wohnung. Der Schaden entstand dadurch, dass in der Nacht Gegenstände unterhalb des Boilers, die auf der Waschmaschine abgestellt waren, zu brennen begannen. Durch die entstandene Hitze schmolz eine Leitung des Boilers. In weiterer Folge erlosch das Feuer durch das austretende Wasser von selbst.

Nachdem der Hauptwasserhahn im Keller abgedreht worden war, konnten mithilfe von Nasssaugern das Wasser sowie der Keller ausgepumpt werden. Nach getaner Arbeit rückte ein Teil der Mannschaft ab. Der Einsatzleiter verblieb vor Ort und wartete auf den Mitarbeiter der EVN, welcher ebenfalls alarmiert worden war.

Nach fast drei Stunden waren alle eingesetzten Kräfte wieder in die Zentrale eingerückt und einsatzbereit.

Laut Angaben der Einsatzkräfte verdanken die Wohnungsbesitzer dem Boiler die Rettung der Wohnung. Wäre die Leitung nicht geschmolzen und hätte das austretende Wasser den Brand nicht gelöscht, hätte es zu einem Wohnungsbrand kommen können.

Foto - Symbolfoto


Eingesetzte Kräfte:

15 Einsatzkräfte der Feuerwehr

3 Hilfeleistungsfahrzeuge

FW Hauptwache

EVN
Polizei