Einsatzübung: Mehrere Verletzte bei Verkehrsunfall im Tunnel Dürnstein

von Manuel KitzlerZuletzt gestern geändert.
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Mitte November 2025 nahmen die Hauptwache und die Feuerwache Egelsee an der Einsatzübung im Tunnel Dürnstein teil. Neben der ortszuständigen Feuerwehr Dürnstein beteiligten sich sieben weitere Feuerwehren an der Übung.

Simuliert wurde ein Verkehrsunfall zwischen mehreren Fahrzeugen, darunter auch ein Traktor. Die Bezirksalarmzentrale Krems, welche tatkräftig an der Übung teilnahm, alarmierte mittels Funkspruchs die im Wartebereich befindlichen Einsatzkräfte zu einer T2-Menschenrettung nach Verkehrsunfall. Aufgrund der Wahrnehmung von Rauch durch die Kameras in der Landeswarnzentrale erhöhte der Disponent noch während der Anfahrt der Einsatzkräfte die Alarmstufe auf einen Brandeinsatz der Stufe 3. Daraufhin rückten alle teilnehmenden Feuerwehren sowie das Rote Kreuz Krems zum Übungsort aus.

Die Hauptwache erreichte den Tunnel sehr rasch. Aufgrund des langen Weges durch den Tunnel sowie der durchzuführenden Arbeiten legten jene Einsatzkräfte, die in den Tunnel vorrückten, sogenannte Twin-Packs an. Dabei handelt es sich um zwei mit Atemluft gefüllte Flaschen, die am Atemschutzgerät montiert sind. Durch dieses Vorgehen können Einsatzkräfte doppelt so lange im Einsatz bleiben.

Nachdem die Einsatzkräfte für den Einsatz bereit waren, warteten sie sowie der kurz darauf eintreffenden Feuerwache Egelsee am Atemschutzsammelplatz vor dem Tunnel auf ihren Einsatz.

Als die Einsatzkräfte der anderen Feuerwehren eine Löschleitung in den Tunnel gelegt und die ersten Menschenrettungen durchgeführt hatten, kam auch der Einsatzauftrag für die Kremser Kräfte. Sie sollten mit zwei Korbschleiftragen in den Tunnel vorgehen und zwei bewusstlose Personen herausholen. Bei den Patienten angekommen, wurden diese schonend auf die Korbschleiftragen gelegt und dem Transporttrupps übergeben. Im weiteren Verlauf kontrollierten die Einsatzkräfte die im Tunnel stehenden Fahrzeuge auf eventuellen Personen, welche den Tunnel durch die Verrauchung nicht mehr selbstständig verlassen konnten. Im Inneren eines Busses fanden sie drei Personen vor. Da diese noch bei vollem Bewusstsein waren, wurden sie mithilfe von Fluchthauben ins Freie gebracht.

Im Freien angekommen, konnten alle Verletzten dem Roten Kreuz übergeben werden, das die weitere Behandlung übernahm. Der Einsatz war nach vollendeter Aufgabe für die Kremser Einsatzkräfte beendet.

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Nach einer gemeinsamen Übungsbesprechung in der Feuerwehr Dürnstein und einer Jause konnten die Teilnehmer wieder einsatzbereit in ihre Feuerwachen einrücken.


Eingesetzte Kräfte:

21 Einsatzkräfte der Feuerwehr

1 Kleinlöschfahrzeug
2 Tanklöschfahrzeuge

FW Egelsee
FW Hauptwache

FF Dürnstein
FF Joching
FF Mautern
FF Palt
FF Spitz
FF Weinzierl/Walde
FF Weißenkirchen
FF Wösendorf

Polizei
Rotes Kreuz Krems