Hand in Hand -> Zusammenarbeit für den Patienten

von Christoph GruberZuletzt am Sonntag, 4. September 2016 geändert.
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Am 20. August 2016 besuchten neun Sanitäter des Roten Kreuz Krems die Feuerwehr Krems um das gemeinsame Arbeiten zu perfektionieren. In Kooperation der beiden Hilfsorganisationen wurde ein tagesfüllendes Programm ausgearbeitet, welches den Sanitätern einen Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr ermöglicht.

Über den Tag verteilt wurden mehrere Szenarien durchbesprochen und beübt, welche immer wieder gemeinsam abgearbeitet werden.

Gleich zu Beginn ging es in luftige Höhen. Immer öfters unterstützt die Feuerwehr den Rettungsdienst beim Abtransport liegender Patienten mit der Drehleiter. Bei dieser Station wurde gemeinsam dieser Transport vorbereitet und eine Person abtransportiert. Anschließend gab es eine Rundfahrt mit der Drehleiter mit einem morgendlichen Blick über Krems.

Darauf wurden gemeinsam die Gefahren an der Einsatzstelle und der mögliche Selbstschutz besprochen. Auch die Organisation von Feuerwehr und die Möglichkeiten der Alarmierung wurden erklärt sowie die Erwartungshaltung der Feuerwehr an die Sanitäter im Einsatz.

Der Umgang mit dem Feuerlöscher sollte für jede Hilfsorganisation selbstverständlich sein, genauso wie die Erste Hilfe für den Feuerwehrmann, deshalb erhielten die Schulungsteilnehmer auch eine Unterweisung in der Brand- und Löschlehre. Bravourös wurde mit dem Feuerlöscher hantiert und die Übungsbrände waren schnellstens gelöscht.

Nach der Mittagspause wurden zuerst die technischen Geräte der Feuerwehr vorgeführt, neben dem schweren hydraulischen Rettungsgerät standen auch das Türöffnungsgerät und der Maschinenunfallkoffer im Vordergrund.

Unmittelbar darauf wurde vorgeführt, welche Möglichkeiten es gibt um ein Fahrzeug zu öffnen um die Patienten möglichst schonend zu befreien. Immer wurde hier der Zeit und Arbeitsaufwand besonders hervorgehoben, damit der Rettungsdienst ein Gefühl für die Planung der Rettung bekommt.

Nachdem die Mittagshitze ihren Höhepunkt erreichte, war es höchste Zeit für etwas körperliche Betätigung aller Teilnehmer. Die gemeinsame Einsatzübung wurde gestartet. Nach einem Verkehrsunfall galt es zwei Patienten möglichst schonend zu befreien. Feuerwehr und Rettungsdienst führten Hand in Hand die Patientenbetreuung und Befreiung durch. Bei der Beschaffung der Hilfeleistungsfahrzeuge wurde darauf geachtet jene Rettungsgeräte zu verlasten, welche auch beim Rettungsdienst angedacht waren. Bei dieser Übung zeigte sich der große Vorteil darin, denn beide Organisationen waren bestens vertraut mit dem Gerät.

Als Abschluss des Tages wurden am Wasserübungsplatz die Boote besetzt und die Menschenrettung aus der Donau geübt.

Nach der Heimkehr wurde auf Einladung des Roten Kreuz der Griller gestartet und der Ausbildungstag gemütlich beendet.