Donnerstag, 2. April 2015

Sirenenverbot war Aprilscherz

von Gerhard Urschler

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Zuletzt am Mittwoch, 8. April 2015 geändert.

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Zu einem gut gelungenen Aprilscherz gehört natürlich auch die Auflösung dazu - viele unserer Leser haben zwar die Lunte gerochen, aber ebenso viele haben mächtig ihren Blutdruck strapaziert - hoffentlich nur beim herzhaften Gelächter! Wir haben eine überraschend hohe Anzahl von Rückmeldungen erhalten, zum Großteil noch mit dem Lachen in der Stimmer - aber der eine oder andere ist hier ganz schön in den April geschickt worden (wir wollen hier keine Namen von Redaktionen österreichischer Tageszeitungen nennen...).

Darum der guten Ordnung halber: Das OGH-Erkenntnis zum Sirenenverbot gibt es in dieser Form nicht (Erkenntnisse mit dem Rauchverbot in der eigenen Wohnung aber schon) - und aus diesem Vorwissen fand das auch eine Richterin recht glaubwürdig...Auch gibt es kein Landesgesetz zur stillen Alarmierung und natürlich keine sofortige Verfügung zur Sirenenstilllegung.

Die Feuerwehren, die bereits mit der Demontage der Sirenen beginnen wollten, insbesondere die bereits Termine mit Technikern der BAZ Krems ausgemacht haben (Beistellung der Drehleiter), sind einem Sekundäraprilscherz aufgesessen. Wir bedauern.

Die in meinem Artikel zitierten Personen haben erst am 1. April bei der Lektüre davon erfahren, das Zitat von Landtagspräsident Ing. Penz ist zwar authentisch, aber aus dem Zusammenhang gerissen, ebenso das Zitat von Franz Resperger. Die Stimme aus dem Landhaus ist erfunden, auch die SprecherInnen der Grünen habe ich diesbezüglich nicht befragt...das macht vermutlich der Callboy nächste Woche....

Einzig beim Interview mit OBR Martin Boyer habe ich mich weit aus dem Fenster gelehnt: die Aussagen sind zwar so formuliert, dass sie den Originalton möglichst gut treffen, aber tatsächlich so gesagt hat er sie natürlich nicht...Er wird es mir verzeihen, da bin ich sicher.

Zu einer guten Satire gehört natürlich auch die zweite Ebene, die hinter dem vordergründigen Aprilscherz wirkt und nach dem Lacher ein wenig zum Nachdenken anregen soll. Die Kritik an der überbordenden Gesetzes- und Regulierungsflut ist wohl offensichtlich, wenngleich etwas ernüchternd. Der heurige Aprilscherz der Tageszeitung "Die Presse" mit dem Schnitzelpanierverbot wäre vor einem Jahr als unglaubwürdig entlarvt worden - heuer gibt es die Allergenverordung tatsächlich.

Natürlich habe ich auch mit anderen Versatzstücken gespielt, wie der leichtfertigen Art wie manchmal recherchiert wird, der Plagiatswut ("Abschreiben ist in Ordnung, man muss nur dazuschreiben woher..."), gedacht war es aber eher als "Wachrüttler" für den geneigten Leser, nicht jeder Botschaft aus dem Internet blindlings zu Vertrauen.

Verkneifen konnte ich es mir aber nicht am Feuerwehrwesen die Flexibilität, die Reaktionsschnelle und die Lösungsorientiertheit herauszustreichen. Die Arbeit der Redaktion ist natürlich unserer Leitlinie geschuldet, nämlich die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren ins Rampenlicht zu rücken, und dazu muss man das Licht eben unter dem Scheffel hervorholen!

Einen weiterhin lustigen April wünscht die Redaktion der Freiwilligen Feuerwehr Krems!

Freiwillige Feuerwehr Krems/Donau - Sirenenverbot war Aprilscherz
Markus Fasching & Gerhard Urschler