Sonntag, 11. Jänner 2015

Orkanstürme "Elon" und "Felix" ziehen über Krems

von Markus Fasching

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Zuletzt am Sonntag, 11. Jänner 2015 geändert.

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Die Meteorologen sagten nichts Gutes voraus und durch die Landeswarnzentrale wurde eine Sturmwarnung für Niederösterreich herausgegeben. Ab Freitag erwarteten die Kremser Feuerwachen den Sturm Elon mit dem Tief Felix, welche mit angekündigten 80-130 Km/h übers Land fegen würden.

Am Freitag, den 9. Jänner 2015 um 15:26 Uhr ging der erste Sturm-Notruf in der Bezirksalarmzentrale Krems ein. In der Steiner Donaulände waren mehrere große Äste von einem Baum abgebrochen und blockierten die Fahrbahn (siehe auch das Alarmierungsprotokoll). Fünf Mann rückten mit einem Kleinlöschfahrzeug zum Einsatzort aus und beseitigten das Verkehrshindernis.



Zeitgleich ging ein weiterer Notruf aus dem Kremser Stadtgraben in der Alarmzentrale ein. Im Innenhof einer Wohnhausanlage drohte ein Baum umzustürzen. Der diensthabende Offizier rückte mit dem Kommandofahrzeug zur Einsatzstelle aus um sich selbst ein Bild der Lage machen zu können (siehe auch das Alarmierungsprotokoll).
Das Schwere Rüstfahrzeug wurde zu diesem Einsatz nachgefordert. Mittels der Seilwinde vom Fahrzeug konnte der Baum kontrolliert umgelegt werden.


Während sich die Einsatzkräfte mit dem Umlegen des Baumes beschäftigten, wurde das Kommandofahrzeug mit dem diensthabenden Offizier gegen 16:19 Uhr zur nächsten Einsatzadresse geschickt (siehe auch das Alarmierungsprotokoll). Im Bereich des Wasserwerkes wurde ein umgefallener Baum, welcher nun die Straße blockiert, gemeldet. Nach der Ersterkundung forderte der Offizier ein Tanklöschfahrzeug nach. Sofort konnten sich 6 Mann der Hauptwache auf den Weg zum Einsatzort machen und den Baum entfernen.

Gegen 16:30 Uhr konnte ein Baum im Gewerbepark dem Sturm nicht mehr Standhalten und stürzte, nur knapp an einem Geschäft vorbei, auf den Parkplatz. Auch hier rückten die Einsatzkräfte der Hauptwache mit dem Schweren Rüstfahrzeug an, um den Baum zu entfernen (siehe auch das Alarmierungsprotokoll).


Auch die Feuerwache Egelsee musste zum Sturmeinsatz ausrücken (siehe auch das Alarmierungsprotokoll). Gegen 16:42 Uhr drohte eine Straßenbeleuchtung abzustürzen. Elf Mann und der EVN Störungsdienst rückten aus, um die Gefahr zu beseitigen. Bereits eine Viertelstunde später konnte die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden.

Der wohl aufwändigste Einsatz folgte erst am Samstag für die Kremser Einsatzkräfte. Am Nachmittag des 10. Jänner 2015 meldete ein wachsamer Anrainer in der Alauntalstraße, dass ein Baum auf ein Wohnhaus zu stürzen drohte. Der Disponent alarmierte die Hausmannschaft der Hauptwache, welche sich sofort mit dem Schweren Rüstfahrzeug auf den Weg machte (siehe auch das Alarmierungsprotokoll). Am Einsatzort eingetroffen sah man, dass sich schon Risse im Erdreich bildeten. Um das Wohnhaus nicht zu beschädigen wurde entschieden die Drehleiter und das Wechseladefahrzeug mit Holzzange zur Unterstützung anzufordern.


Mit der Seilwinde vom Rüstfahrzeug wurde der Baum gesichert. Nun konnte begonnen werden, den Baum Schicht für Schicht abzutragen. Nachdem er sicher entfernt wurde, konnten nach 2 Stunden alle eingesetzten Kräfte wieder in die Zentrale einrücken.

Eingesetzte Kräfte:
Schweres Rüstfahrzeug
Drehleiter
Wechselladefahrzeug mit Kran und Holzzange
Tanklöschfahrzeug
Kleinlöschfahrzeug
Kommandofahrzeug
40 Mann der FF Krems