Mittwoch, 3. Dezember 2014

Eisbruch: Katastrophenalarm im Bezirk Krems

von Gernot Rohrhofer

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Zuletzt am Donnerstag, 4. Dezember 2014 geändert.

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Die Mischung aus Nebel, Nieselregen und Minusgraden hat in den vergangenen Tagen dazu geführt, dass sich eine zentimeterdicke Eisschicht über Teile Niederösterreichs gelegt hat. Betroffen ist auch der Bezirk Krems. Die Gemeinden Lichtenau, Weinzierl am Walde, Albrechtsberg an der Großen Krems, Jaidhof, Gföhl und St. Leonhard am Hornerwald wurden am Dienstagabend zum Katastrophengebiet erklärt.

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Derzeit sind im Bezirk Krems 17 Notstromaggregate mit einer Gesamtleistung von 4.265 kVA im Einsatz und speisen in den betroffenen Ortschaften in Trafostationen der EVN ein.

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Immer wieder brechen Bäume unter der Last des Eises, blockieren Straßen oder beschädigen Stromleitungen, mehrere tausend Haushalte waren seit Montag ohne Strom. Dutzende Monteure der EVN und hunderte Feuerwehrleute sind fast durchgehend im Einsatz. In den Nachtstunden rücken die Feuerwehren derzeit allerdings nur zu jenen Einsätzen aus, bei denen Leib und Leben gefährdet sind, da es in der Dunkelheit selbst für die Helfer zu gefährlich ist.

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Im Bezirk Krems wurden alleine in der Nacht auf Mittwoch mehr als 20 Einsätze abgearbeitet. In erster Linie wurden Bäume beseitigt, die auf größere Straßen gestürzt waren. Regelmäßig wurden auch die Notstromaggregate kontrolliert. In Wolfshoferamt stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus. Die Bewohnerin konnte in Sicherheit gebracht werden, es entstand aber erheblicher Sachschaden.

Der Aufenthalt in Wäldern, unter Stromleitungen und unter Windrädern ist derzeit lebensgefährlich. Die Landeswarnzentrale rät daher von Spaziergängen in Wäldern und Fahrten durch Wälder ab. Weiterhin ist mit Stromausfällen und Einschränkungen in der Telefonie zu rechnen.


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