Samstag, 10. Mai 2014

Praxisseminar Menschenrettung aus KFZ - 2014

von Christoph Gruber

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Zuletzt am Freitag, 16. Mai 2014 geändert.

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Mittlerweile als fixer Bestandteil des Übungsplanes fand am 10. Mai 2014 neuerlich ein Ausbildungstag zum Thema Menschenrettung aus KFZ in der Feuerwehr Krems statt.

10 Mitglieder der Feuerwehr Krems nutzten den Tag für eine intensive Schulung auf die Geräte welche bei der Menschenrettung Anwendung finden, Taktiken und auch Techniken um Patienten ihren Verletzungsgrad angemessen zu befreien.

Gleich frühmorgens um 7:30 bekamen die Übungsteilnehmer eine Einschulung auf Halswirbelsäulenschiene und Spineboard. Ebenfalls wurde die schonende Aufnahme des Patienten aus unterschiedlichsten Lagen (am Boden liegend, stehend, aus dem PKW, aus dem LKW) gelehrt.

Das Rettungsband wird erklärt...... stabil...rettung aus dem PKWrichtiges Aufnehmen am Boden...und aus dem LKW



In der nachfolgenden Theorieeinheit, wurden die Grundlagen für die weiteren Stationen geschaffen. Vom richtigen Ablauf der Befreiung, über richtige Kommunikation am Einsatzort bis zu möglichen Problemen bei moderner Fahrzeugtechnologie wurden die wichtigsten Themen besprochen um an der Einsatzstelle effektiv zu arbeiten.

Vor der Mittagspause wurden gemeinsam der Aufbau des Bereitstellungsplatzes und die Erklärung aller Geräte durchgeführt. Der Einsatzablauf wurde praktisch durchgenommen und die Fahrzeugstabilisierung wurde beübt.
Nach einer kurz gehaltenen Mittagspause galt der erste Teil des Nachmittags dem Schaffen von Zugängen und Befreiungsöffnungen am PKW. Jeder sollte mit dem hydraulischen Rettungsgerät seine Erfahrungen sammeln können und das Gerät sicher bedienen lernen.

Auch der Gurtschneider hat ungeschult seine Tücken...... und die Rettungsschere ist richtig gehalten nicht so schwer...Auch das Fahrzeug soll stabil sein...Zuerst den Innenraum erkunden...... dann kann geschnitten werden...



Gegen 14:00 Uhr wurden die Schulungsteilnehmer in das kalte Wasser gestoßen, gemeinsam mit dem Roten Kreuz Krems galt es im Rahmen einer Einsatzübung einen Verkehrsunfall mit zwei eingeschlossenen Personen abzuarbeiten.
Die Verletztendarsteller taten Ihr bestes um das Szenario möglichst realistisch wirken zu lassen und die Einsatzkräfte zu fordern. Die Übungsteilnehmer hatten alle Hände voll zu tun, die Patienten aus dem Fahrzeug zu befreien und neben der Betreuung der Verletzten auch mit der jeweils anderen Rettungsorganisation in Kontakt zu stehen um gemeinsam für die Patienten den Einsatz abzuarbeiten.

Nach einer umfangreichen Nachbesprechung welche sowohl gemeinsam aber auch von den Hilfsorganisationen unter sich durchgeführt wurden, begannen die Vorbereitungen für die abschließende Einsatzübung.




Ein Horrorszenario mit drei involvierten PKW und drei Schwerstverletzten forderte die Übungsteilnehmer zum Abschluss. Die Fahrzeuge waren teilweise verschachtelt, die Unfallopfer aus den Fahrzeugen geschleudert bzw. eingeschlossen. Die Verletzungsmuster der Patienten reichten von Schmerzen im Rücken bis zu amputierten Gliedmaßen mit Bewusstlosigkeit.

Rasch fanden die Führungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zusammen und begannen gemeinsam mit der Versorgung der Patienten und er Befreiung. Besonders herausfordernd war die Personalstärke und dem Mangel an Gerät. Die Besatzung einer Gruppe arbeitete parallel auf mehreren Einsatzstellen und es galt Prioritäten richtig zu wählen und besonders sorgsam mit der Verwendung von Geräten zu sein.
Die Führungskräfte hatten auch noch fiktive Hubschrauberlandungen zu koordinieren und der Leitstelle regelmäßig Informationen zu liefern.
Deutlich besser und flüssiger konnten die Übungsziele gemeinsam erreicht werden.

Nachdem der Übungsplatz gemeinsam gereinigt wurde folgte die Nachbesprechung der letzten Einsatzübung und des Tages.

...  ... Leo mobil...?...



(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.(c) Gwiss A.



Kurz nach 18:30 Uhr konnte das Praxisseminar Menschenrettung für das Jahr 2014 beendet werden.

Das Ausbildungsteam der Feuerwehr Krems bedankt sich beim Roten Kreuz Krems für die tolle Zusammenarbeit es war wieder ein toller Tag mit Euch. Herzlichen Dank auch für die super Unterstützung bei der Lagedarstellung an Astrid Gwiss, Bettina Rauscher (RK Krems) sowie Stefan und Thomas Seitner (FF Emmersdorf).

Mit Patrick Allinger von www.thl.info hatte dieses Seminar auch einen absoluten Fachmann als Beobachter, welcher einige wertvolle zusätzliche Tipps lieferte.

Freiwillige Feuerwehr Krems/Donau - Praxisseminar Menschenrettung aus KFZ - 2014