Dienstag, 1. April 2014

LKW abgestürzt - Bergung mit Kran

von Markus Höbarth und Gerhard Urschler

Mail an den Autor

Zuletzt am Dienstag, 1. April 2014 geändert.

Bislang 4346x gelesen.

Am 31. März ereignete sich ein LKW Unfall im Gemeindegebiet von Vestenpoppen - Wohlfahrts im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Auf der B5 kam ein LKW mit Sattelauflieger in einem Waldstück zwischen Lichtenberg und Vestenpoppen von der Straße ab. Der LKW stürzte über eine Böschung, kappte ein paar Bäume und blieb auf der Seite liegen. Der Fahrer konnte das zertrümmerte Führerhaus unverletzt verlassen. Im LKW waren 20 Tonnen gepresstes und tiefgefrorenes Fleisch für die Tierfutterproduktion.

Nach der Ersterkundung durch die örtlich zuständigen Feuerwehr Vestenpoppen-Wohlfahrts wurde einerseits das Kranfahrzeug der Feuerwehr Krems für die LKW-Bergung angefordert und andererseits das Entladen bzw. die Entsorgung der Ladung organisiert. Dafür wurden weitere Feuerwehren nachalarmiert und auch ein LKW der Fa. Saria aus Tulln angefordert, um das Tiefkühlfleisch fachgerecht entsorgen zu können. Weiters wurde die Schadstoffgruppe des Bezirk alarmiert, um den Diesel aus dem beschädigten Treibstofftank umzupumpen bzw. Ölsperren in einem Bach aufzubringen.

Nach der anstrengenden Entladung des Kühlauflegers konnte die Bergung beginnen. Mit den Seilwinden von Tank Waidhofen und RLF Nonndorf sowie der 20 To-Winde von Kran Krems wurde der LKW aufgerichtet. Anschliessend galt es die Verriegelung zwischen Auflieger und Zugmaschine zu lösen, hier musste der gesamte Zugverband mit zwei Hüben durch Kran Krems in Zusammenarbeit mit den Seilwinden umpositioniert werden.

(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.

Anschließend konnte Kran Krems den Auflieger (ca. 12 Tonnen) auf die Straße heben, der Abstand zum Kran betrug rund 14m, kurz darauf dann die leichtere Zugmaschine (ca. 8 Tonnen) bei einer Entfernung von 16m auf ein Tiefladesystem heben. Der beschädigte Sattelauflieger war nicht mehr sattelbar und wurde von WLF Krems weggezogen und gesichert abgestellt.

Neben der eigentlichen Kranhüben waren die gemeinsam arbeitenden Feuerwehren mit zahlreichen Nebentätigkeiten beschäftigt, so musste der stark deformierte LKW mit Trennwerkzeugen transportfähig gemacht werden, Bäume umgeschnitten, Schanzarbeiten durchgeführt und viele Wege über die steile Böschung zurückgelegt werden.

(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.(c) FF Krems/ Wimmer M.

Ausgezeichnet funktioniert hat hier die bezirksübergreifende Zusammenarbeit der 8 Feuerwehren. Ruhiger und kameradschaftlicher Ton an der Einsatzstelle prägten diesen langwierigen Einsatz. Sicheres Arbeiten steht bei derartigen Einsätzen stets im Vordergrund. Kran Krems beendete gegen 21:30 die Arbeiten an der Einsatzstelle und stand nach einer Fahrt rund um den leider gesperrten TÜPL bereits um 23:30 wieder in Krems.

Eingesetzte Kräfte:
Freiw. Feuerwehr Dietmanns
Freiw. Feuerwehr Groß Siegharts
Freiw. Feuerwehr Krems
Freiw. Feuerwehr Nonndorf
Freiw. Feuerwehr Ulrichschlag
Freiw. Feuerwehr Vestenpoppen-Wohlfahrts
Freiw. Feuerwehr Wienings
Freiw. Feuerwehr Waidhofen/Thaya
Fa. Saria mit einem LKW
Polizei Vitis und Waidhofen/Thaya
Bezirkshauptmannschaft Waidhofen/Thaya
Straßenmeisterei Waidhofen/Thaya

Weitere Berichte:
Bericht BFK Waidhofen
Bericht FF Waidhofen
ORF Online