Sonntag, 20. Oktober 2013

Gneixendorf: Bergung des Flugzeugwracks

von Christoph Gruber & Markus Fasching

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Zuletzt am Dienstag, 22. Oktober 2013 geändert.

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Nach dem tragischen Flugzeugabsturz in Gneixendorf wurde das Luftfahrzeug von der zuständigen Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Nachdem mit 12:30 Uhr ein Großteil der Arbeiten zur Menschenrettung und Sicherung des Wracks abgeschlossen waren, rückten bis auf die Feuerwache Gneixendorf alle Kräfte der Feuerwehr wieder ein. Die zuständigen Behörden begannen mit ihrer notwendigen Dokumentation und führten erste Sicherstellungen durch.

Bereits beim Abrücken wurde jedoch mit den Behörden vereinbart, dass die Feuerwehr Krems nach Abschluss der behördlichen Aufnahme vor Ort die Bergung des Flugzeuges durchführen sollte. Aus diesem Grund wurde gleich nach dem Einrücken eine Mannschaft der Feuerwehr Krems zusammengestellt, welche auf Abruf die Bergung durchführen sollte.

Die Feuerwache Gneixendorf stellte während der Behördentätigkeit den Brandschutz sicher und unterstützte der Behörde. Ebenfalls wurde in den Nachmittagsstunden bereits ein zusätzlicher Transportcontainer von einem Kremser Entsorgungsunternehmen organisiert, um das Wrack möglichst schonend abtransportieren zu können.

Gegen 16:00 Uhr konnten die Dokumentationstätigkeiten vor Ort abgeschlossen werden und die Mannschaft der Hauptwache machte sich mit vier Fahrzeugen (SRF, Tank3, Last 3 und Last 4) auf den Weg zur Unglücksstelle.

Zug um Zug wurden die Teile des verunfallten Flugzeuges mit Unterstützung eines privaten Traktors aus dem Wald gebracht. Teilweise mussten die Teile mit Werkzeug voneinander getrennt werden. Ebenso galt es, äußerst sorgsam mit dem Wrack umzugehen, um die folgenden Ermittlungsarbeiten der zuständigen Flugunfallkommission nicht zu erschweren.

Gegen 19:00 Uhr waren alle Teile geborgen und auf zwei Wechselladefahrzeuge verladen. Der Großteil der Mannschaft aus den Feuerwachen Gneixendorf und Hauptwache konnte somit den Einsatz beenden und die Einsatzbereitschaft wieder herstellen.

Die Besatzungen der beiden Wechselladefahrzeuge überstellten die Wrackteile noch nach Wien zur Flugunfallkommission.

Gegen 23:00 Uhr endete auch für die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr Krems dieser belastende Einsatz.