Freitag, 11. Oktober 2013

Einsatzübung in der Privatklinik Hollenburg

von Andrea Steindl

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Zuletzt am Sonntag, 13. Oktober 2013 geändert.

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Nachdem die Privatklinik Hollenburg nun seit rund zwei Jahren im Vollbetrieb steht, war es den Betreibern des Institutes und den Verantwortlichen der Feuerwehr ein Anliegen, eine groß angelegte Übung samt Evakuierung durchzuführen. Um die Übung auch wirklichkeitsnah zu gestalten, wurden zahlreiche „verletzte Komparsen“ in die Übung mit eingeflochten. Täuschend echt wirkten die Verletzungen der Übungsdarsteller.


Ausgangslage war vorerst eine Alarmierung der Betriebsfeuerwehr Privatklinik Hollenburg und der Feuerwache Hollenburg zu einem Brandalarm (Alarmstufe B 1). Die Erkundung des Gruppenkommandanten ergab jedoch, dass sich im zweiten Obergeschoß ein Patientenzimmer im Vollbrand befand. Mehrere verletzte Personen waren zu verzeichnen. Die Gänge waren stark verraucht. Während der erste Atemschutztrupp mittels der vorhandenen Wandhydranten den Zimmerbrand bekämpfte, ließ der Gruppenkommandant über die Bezirksalarmzentrale Krems die Alarmstufe auf „B 3“ erhöhen, was zur Folge hatte, dass nun weitere sieben Feuerwehren alarmiert wurden. Um die Übung möglichst realistisch abzuarbeiten, wurden die nachrückenden Feuerwehren von ihren Feuerwehrhäusern abberufen. Den nach und nach eintreffenden Feuerwehren bot sich folgende Lage: Das zweite Obergeschoß ist teilweise verraucht, verletzte Personen liegen in den Gängen und Zimmern, Personen stehen auf den Balkonen und schreien um Hilfe. Von den Einsatzkräften wurde unverzüglich mit der Menschenrettung begonnen. Ein Sammelplatz für die „Verletzten“ wurde eingerichtet. Die Drehleiter ging in Stellung um Patienten in Sicherheit zu bringen. Löschleitungen wurden aufgebaut. Der Atemschutzsammelplatz samt Atemschutzlogistik nahm seinen Betrieb auf.


Nach rund eineinhalb Stunden intensiver Übung folgte die Übungsbesprechung mit den Gruppenkommandanten. Positive Erkenntnisse sowie Verbesserungsvorschläge wurden vor Ort erörtert.
Stadträtin Mag. Alice Schopper, Abschnittskommandant Brandrat Johann Steindl, Bereichsleiter Franz Harrauer, BTF-Kommandant Gerhard Zöhrer, Baupolizist Ing. Gerhard Herzyk sowie Magister Beatrix Henneis-Kohlbauer von der Privatklinik, dankten den Einsatzkräften für ihre Einsatzbereitschaft und ihr freiwilliges Engagement.

Der Dank gilt auch den Verantwortlichen der Ausarbeitung der Übung: Brandmeister Martin Schaar, Verwaltungsinspektor Christian Schopper, Oberbrandinspektor Christoph Kraus und Oberbrandinspektor Gerhard Zöhrer.


Eine Besichtigung der Privatklinik sowie eine Stärkung für die Einsatzkräfte bildeten den Abschluss der Einsatzübung.