Sonntag, 21. April 2013

Zugsübung Egelsee: Menschenrettung aus Kfz

von Gernot Rohrhofer

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Zuletzt am Freitag, 10. Mai 2013 geändert.

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Absichern, Erkunden der Lage und Stabilisieren des Wracks sind die ersten Schritte beim Eintreffen am Unfallort. Weder Schere und Spreizer noch andere Spezialwerkzeuge sind dafür notwendig und so können auch mit Einsatzfahrzeugen, die über keinen hydraulischen Rettungssatz verfügen, wichtige Vorarbeiten geleistet werden.


Am Kleinlöschfahrzeug der Feuerwache Egelsee sind Federkörner, Gurtschneider, Innenverkleidungswerkzeug, Stifte und eine Patientenschutzplane aufgepackt. Im Ernstfall können somit auch Scheiben eingeschlagen, Dichtungen gelöst oder Gasgeneratoren von Airbags freigelegt werden. Dadurch können nachkommende Einsatzkräfte nicht nur schneller zu arbeiten beginnen, sondern verletzte Insassen auch schneller versorgt werden.


Die Feuerwache Egelsee selbst verfügt über keinen hydraulischen Rettungssatz, für eine optimale Zusammenarbeit mit nachkommenden Einsatzkräften ist es aber sinnvoll, die Funktionsweise von Schere und Spreizer in Grundzügen zu kennen. Daher hatten die Teilnehmer der Zugsübung zum Abschluss die Möglichkeit, selbst mit dem hydraulischen Rettungssatz zu arbeiten. Nach zwei Stunden konnte die Einsatzbereitschaft schließlich wieder hergestellt werden. Die Feuerwache Egelsee bedankt sich bei Christoph Gruber und Patrik Leopold für die Abwicklung der Übung und bei Klemens Kremser für deren Ausarbeitung.