Sonntag, 6. Jänner 2013

Feuerwehr Krems im Hochwassereinsatz

von Christoph Gruber, Manfred Wimmer

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Zuletzt am Montag, 7. Jänner 2013 geändert.

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Am 5. Jänner 2013 kurz nach 9:00 Uhr überschritt der Wasserstand der Donau die Warngrenze. Für die Bevölkerung hat diese Grenze nur in Ausnahmefällen Bedeutung. Für die Mitglieder der Feuerwehr Krems beginnen hier erste Tätigkeiten.

Ohne großes Aufsehen beginnt dies mit Kontrollfahrten, Auswertung von Prognosen und Besprechungen mit den Behörden.

Ebenfalls unterstützen einige Mitglieder der Feuerwehr Krems das Bezirksfeuerwehrkommando bei der Besetzung von Schlüsselfunktionen. Drei Mann der Feuerwehr Krems arbeiteten in der Bezirksalarmzentrale und zwei Kameraden übernehmen ihren Dienst im Bezirksführungsstab. Gemeinsam koordinieren diese beiden Stellen den Gesamteinsatz im Bezirk Krems.


In den Vormittagsstunden sprachen die Prognosen von einem Pegel von ca. 750 cm in Kienstock für die Nacht von 5. auf 6. Jänner. Dies bedeutet für Krems eine teilweise Überflutung des Treppelwegs entlang der Donaulände.

Aufgrund dieser Prognose wurde in der ersten Besprechung mit der Behörde beschlossen, den Hochwasserschutz in Krems-Stein teilweise zu verschließen. Hierfür standen 15 Mann mit zwei Transportfahrzeugen sowie einem Tanklöschfahrzeug unmittelbar im Einsatz. Weitere Kameraden sorgten in der Feuerwehrzentrale für die Koordination der Tätigkeiten, dem Beladen der Fahrzeuge mit Hochwasserschutzelementen, und Versorgungsaufgaben.

Nach etwa zwei Stunden waren vier Verschlüsse des Hochwasserschutzes entlang der Donau geschlossen. Somit waren Reserven gesetzt um ein Ansteigen der Pegelstände über die prognostizierten Werte ohne Probleme puffern zu können.


Zusätzlich zum Teilaufbau des Hochwasserschutzes wurden einige gefährdete Abfallcontainer in Sicherheit gebracht, aber auch die Nachbarfeuerwehren mit Gerät unterstützt: in Dürnstein stand das Wechselladefahrzeug im Einsatz, um eine Containermulde aus dem hochwassergefährdeten Bereich zu entfernen.

Am 6. Jänner 2013 erreichte die Donau gegen 02:20 Uhr mit einem Pegelstand von 748 cm den Höchststand, und begann anschließend langsam zu fallen. Wie erwartet kam es zu kleinen Ausuferungen entlang der Treppelwege.


Bereits am Vormittag stellten sich wieder einige freiwillige Einsatzkräfte in den Dienst um die Spuren des Wassers zu entfernen.
Ein Tanklöschfahrzeug reinigte die überfluteten Teile der Donaulände von hinterlassenen Sedimentablagerungen und öffnete Teile des Hochwasserschutzes um Spaziergängern ungehinderten Zugang zu einer der Sehenswürdigkeiten der Stadt Krems zu ermöglichen.

Im Bereich des Überstromgebietes im Theisser Gemeindegebiet kam es zu einer Verklausung, welche das Wechselladefahrzeug der Feuerwehr Krems entfernte.


Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Krems waren die steigenden Pegel der Donau keine große Herausforderung, jedoch zeigte sich einmal mehr, dass die Mitglieder der Feuerwehr Krems für die Bevölkerung Tag und Nacht freiwillig im Einsatz stehen.

Eingesetzte Kräfte:

35 Mitglieder der FF Krems
8 Fahrzeuge der FF Krems