Samstag, 5. Jänner 2013

Wenig Schnee in den Schigebieten, viel Wasser in der Donau!

von Stefan Gloimüller, Christoph Firlinger und Lechner (FF Spitz)

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Zuletzt am Sonntag, 6. Jänner 2013 geändert.

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Die extrem warme Witterung seit Weihnachten beschert nun nach dem 24.12.2012 auch zu Beginn des neuen Jahres den Feuerwehreinsatzkräften aus dem Bezirk Krems den ersten Hochwassereinsatz. Durch die hohen Temperaturen bleiben die starken Niederschläge nicht als Schnee liegen, sondern lassen die Flüsse und Bäche sehr massiv anschwellen. Aufgrund dieser Situation gab die Bezirkshauptmannschaft Krems am 05.01.2013 um ca. 9.00 Uhr eine erste Hochwasserwarnung heraus, da die Prognose für Pegel Kienstock per 05.01.2013, ca. 24.00 Uhr mit 748 cm berechnet wurde. Ab 615 cm beginnt der Sonderalarmplan Donau Hochwasser zu wirken und die Bezirksalarmzentrale wird doppelt besetzt. Mit diesem Wasserstand werden auch alle Feuerwehren entlang der Donau benachrichtigt, dass ein Hochwasser im Anmarsch ist.

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Dieser Umstand brachte um die Mittagszeit bei weiter steigendem Donaupegel die ersten Feuerwehreinsatzkräfte auf die Tagesordnung. Zu Mittag des 05.01.2013 sind die Feuerwehren Krems, Spitz, Oberarnsdorf und Theiss mit ca. 80 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen bereits in Alarmbereitschaft gesetzt worden. Laut Alarmplan wurden die ersten Sicherungsmaßnahmen und Teilverschlüssen der mobilen Hochwasserschutzwände aufgestellt. So wurden einzelne Durchgänge in Oberarnsdorf, Spitz, Rossatz und Krems geschlossen und die Vorbereitungen für die nächste Phase getroffen, um im Bedarfsfall effektiv und schnell arbeiten zu können. Im Laufe des Tages kamen weitere Feuerwehren (Geyersberg zur Öffentlichkeitsarbeit für das Bezirksfeuerwehrkommando Krems sowie die Feuerwehren Rossatz, Mautern und Dürnstein) dazu, um Vorbereitungen für den prognostizierten Wasserstand zu tätigen.

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Bezirkskommandant Martin Boyer hebt dabei den reibungslosen Ablauf bei den ersten Phasen zum Aufstellen der mobilen Hochwasserschutzwände hervor: „Der Sonderalarmplan Donauhochwasser in Kombination mit der Bezirksalarmzentrale, dem Bezirksführungsstab und den Einsatzplänen in den jeweiligen Feuerwehren für die verschiedenen Aufbauphasen greifen perfekt ineinander!“ In den kommenden Nachtstunden wird der Pegel weiterhin von den Disponenten der Bezirksalarmzentrale akribisch beobachtet um bei Änderungen der Prognose von derzeit 748cm (Pegel Kienstock) so rasch wie möglich weiter Feuerwehren zu alarmieren. Die bereits im Einsatz befindlichen Feuerwehren werden auch in den Nachtstunden aktiv bleiben.

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Nach dem Rückgang des Donauhochwassers kommt dann die Aufräumarbeit auf die Einsatzkräfte zu. Speziell Treppelwege entlang der Donau müssen gereinigt, Hochwasserschutzelemente gesäubert und Verklausungen durch Baumstämme, Äste und Gerümpel entfernt werden.

Eingesetzte Kräfte:
FF Krems Hauptwache
FF Krems Zug Krems-Hollenburg
BTF Bühl Einkaufscenter AG Krems
FF Spitz
FF Oberarnsdorf
FF Theiss
FF Geyersberg
FF Rossatz
FF Mautern
FF Dürnstein

80 Einsatzkräfte
15 Einsatzfahrzeuge