Samstag, 17. November 2012

Übung: Flugnotfall am Flugfeld Krems-Langenlois

von Andreas Herndler, Manfred Wimmer

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Zuletzt am Montag, 19. November 2012 geändert.

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"Flugzeug kam bei Landung von Piste ab. Brand Flugzeug und Hangar. Rund 30 Verletzte." war die Übungsannahme für eine groß angelegte Flugnotfallübung am Flugfeld Krems-Langenlois am Samstag, den 17.11.2012.

Gemäß vom Amt der NÖ Landesregierung bewilligten Einsatzplan des Flugfeldes rückten daraufhin in den Vormittagsstunden die Freiwilligen Feuerwehren Krems-Gneixendorf, Krems-Hauptwache, Krems-Stein, Langenlois und Rohrendorf mit 69 Mitgliedern und 14 Fahrzeugen sowie 70 Mitglieder des Roten Kreuzes und 4 Notärzte aus den Bezirken Krems, Horn, Zwettl, Gmünd und Waidhofen an der Thaya mit 20 Fahrzeugen zum Übungsort aus, welcher, in dicke Nebelschwaden gehüllt, ein gespenstisches Szenario bot.

Nach einer ersten Orientierung durch das ersteintreffende Fahrzeug der Feuerwehr wurde der Schadensraum in mehrere Einsatzabschnitte aufgeteilt:


Die Kräfte der Feuerwache Krems-Gneixendorf übernahmen die Brandbekämpfung eines Flugzeuges nahe der Piste, aus welchem auch zwei Verletzte zu retten waren.

Die Freiwilligen Feuerwehren Krems-Hauptwache und Rohrendorf führten einen gezielten Innenangriff im Hangar durch. In der dicht verrauchten Halle galt es den Brandherd zu lokalisieren und sechs Verletzte aufzufinden und dem Rettungsdienst zu übergeben. Parallel dazu wurden unmittelbar vor dem Hangar drei Personen aus der Unglücksmaschine gerettet.

Die Evakuierung des Towers und die Rettung von zwei Verletzten aus dem Tower übernahm die Feuerwehr Langenlois. Unterstützt wurden die Kräfte im Inneren des Gebäudes durch die Teleskopmastbühne Steig Langenlois sowie die Drehleiter Krems.

Die Feuerwache Krems-Stein unterstützte die Einheiten beim Brand des Hangars und stellte die Atemschutzlogistik der eingesetzten Trupps sicher.


Parallel zu den Maßnahmen der Brandbekämpfung und Menschenrettung durch die Freiwilligen Feuerweheren wurden vom Österreichischen Roten Kreuz eine Triage-Stelle sowie eine Sanitätshilfsstelle errichtet, um die in Summe 30 Verletzten entsprechend versorgen und für den Transport in die nächstgelegenenen Krankenhäuser vorbereiten zu können.

Nach der Versorgung wurden der Abtransport und die Zuteilung auf die Krankenhäuser durchgeführt. Abschließend wurden die Patienten an das Landesklinikum Krems übergeben, wo die Versorgung der Verletzten nach einem Großschadensfall von statten ging.

Bereits 40 Minuten nach Alarmierung der ersten Kräfte konnte der letzte Verletzte an den Rettungsdienst übergeben werden. Die Freiwilligen Feuerwehren konnten sich in weiterer Folge auf die finale Brandbekämpfung sowie Entrauchung der Objekte kümmern.

Erste Erkenntnisse aus der Übung wurden unmittelbar vor Ort mit den eingesetzten Einsatzkräften erörtert. Eine detaillierte Behandlung, gemeinsam mit den beiden Bezirksverwaltungsbehörden Magistrat der Stadt Krems sowie der Bezirkshauptmannschaft Krems, erfolgt in den nächsten Wochen. Für die realistische Darstellung der Verletzten sorgte ein Team des Roten Kreuzes.


Im Anschluß an die Übung lud die NÖ Landesklinikenholding zu einem wärmenden Mittagessen in die Betriebsküche des Landesklinkums Krems - vielen Dank!

Eingesetzte Kräfte: