Mittwoch, 30. Mai 2012

Übung: Tripropylamin - Unfall

von Jonathan Spanninger und Markus Fasching

Mail an den Autor

Zuletzt am Mittwoch, 30. Mai 2012 geändert.

Bislang 3037x gelesen.

Am Übungsplan standen diesmal die Druckluftmembranpumpe sowie Wiederholung der Grundlagen zur richtigen Erdung einer Pumpstrecke.
Zu diesem Zwecke begann der Abend mit einem kurzen theoretischen Vortrag, direkt am Schadstoffcontainer, über die Funktion der Druckluftmembranpumpe sowie den restlichen Armaturen der Pumpenstrecke, wie zum Beispiel Schläuche, Absperrorgane, Schaugläser,...;

Danach wurde ein kleiner Leitfaden zur richtigen Erdung vorgestellt und als Merkhilfe ebenfalls am Container verladen.


Anschließend an die Theorie wurde die anwesende Mannschaft auf die Fahrzeuge des Schadstoffzuges aufgeteilt und rückte mit Bus2, Tank3, Last2 und Last4 mit Schadstoffcontainer zu einer kleinen Festigungsübung aus.

Übungsannahme:
Auf einem verlassenen Firmengelände war ein IBC-Container mit der Flüssigkeit Tripropylamin (UN 2260) leckgeschlagen. Die fiktive örtlich zuständige Feuerwehr hatte den Auslaufende Flüssigkeit bereits behelfsmäßig mit einer Wanne aufgefangen und erste Absperrungsmaßnahmen getroffen und somit ihre Aufgaben der G(efahr erkennen)-A(absichern)-M(enschenrettung)-S(pezialkräfte anfordern)-Regel erfüllt.

Aufgabe der Schadstoffgruppe war es nun die Arbeit der örtlich zuständigen Feuerwehr zu ergänzen sowie die Flüssigkeit aus dem IBC-Container in ein sicheres Behältnis zu pumpen.
Hierbei wurde besonders auf den Explosionsschutz geachtet da die Flüssigkeit Tripropylamin bereits bei Raumtemperatur brennbare Gase freisetzt. Um die Einsatzkräfte auch während der gesamten Übung daran zu erinnern wurde im Übungsobjekt ein Behälter mit dem Geruchsstoff Tetrahydrothiofen versteckt, sodass das die gesamte Übungshalle nach Erdgas roch.


Nachdem die Fahrzeuge den Einsatzort erreicht hatten und richtig, gemäß der Windrichtung positioniert worden waren konnte mit dem Übung begonnen werden. Zeitgleich wurde ein Trupp mit Schutzstufe 2 ausgerüstet, weitere Einsatzkräfte nachalarmiert, ein Dekontamination Platz aufgebaut, Brandschutz mittels Schaumrohr sichergestellt und Schadstoffcontainer einsatzbereit gemacht.

Vom Atemschutztrupp wurden die Abdicht- und Auffangmaßnahmen der örtlichen Feuerwehr optimiert und die Lage genau erkundet.
Vom Schadstoffcontainer wurde da weil das Equipment für die Pumpenstrecke hergerichtet und jeder entnommene Gegenstand genau protokolliert um sicher zu stellen, dass sämtliche Gerätschaften wieder auf ihren Platz zurückfanden.

Nachdem alle nötigen Geräte zur Pumpenstrecke und Erdung in Stellung gebracht worden waren wurde von der Übungsleitung auf Grund des Zeitmangels Übungsende gegeben.
Gemeinsam wurde die Pumpen- und Erdungsstrecke noch zusammengebraut und durchbesprochen.

Anschließend konnte gemeinsam mit dem Zusammenräumen und reinigen der Gerätschaften begonnen und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden.

Mit dieser doch kleinen Übung konnte viel Themen aus den Theorieeinheiten der vorhergehenden Monate gefestigt werden und es wurden lehrreiche Erkenntnisse gewonnen.